“Das Ende der Eisernen Mannes” in der „Funk-Wacht“ 1933

Die Nazi hatte Ende Januar 1933 die Macht in Deutschland übernommen und waren auf dem Weg, ihr Terrorregime einzurichten. Die “Funk-Wacht” veröffentlicht im Oktober 1933 einen Fortsetzungsroman Roman von Ernst Johannsen “Das Ende des Eisernen Mannes”, „der in leichtdurchschaubarer Verschlüsselung Max Brauer und andere sozialdemokratische Mitglieder der abgesetzten Altonaer Stadtverwaltung als unfähige und korrupte “Bonzen” diffamierte, die ihre Anhänger, die “einfachen Arbeiter”, verrieten und betrogen. In seinem Schlusskapitel feiert der Roman die Unterdrückung der SPD und das Ende Demokratie als Verwirklichung der wahren “Volksgemeinschaft”. Das Konzentrationslager, in das die meisten der korrupten Parteifunktionäre geworfen werden, erschien als ein Ort, an dem die schwächlichen “Bonzen” dank der Großherzigkeit der Nationalsozialisten durch gute Verpflegung und sinnvolle körperliche Arbeit zu kräftigen, gesunden Menschen würden.“ (S. 198 Medienmetropole Hamburg 1930-1960).

Der Historiker Karl Christian Führer bewertete diese Roman zu Beginn des Nazi-Regimes als “eine spezielle Form der Anbiederung an die neuen Machthaber” dokumentierte und weit über das hinaus geht, was andere (rechte) Hamburger Verleger in dieser Frühzeit der Nazis publiziert hätten (S.81, Medienmetropole Hamburg 1930-1960).

Als Heinrich Bauer 1948/1949 einen Lizenzantrag auf die Herausgabe “Neue Funk-Wacht” stellte, wurde dieser Roman verurteilt und Heinrich Bauer als verantwortungsloser Verleger angesehen wurde, dass er die Veröffentlichung des Romans nicht unterbunden hat.

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